Techniken · Stufe Mittel · 50 Punkte

Locked Candidates: Pointing

Locked Candidates vom Typ Pointing liegen vor, wenn alle Kandidaten einer Zahl innerhalb eines Blocks in derselben Zeile oder Spalte stehen. Die Zahl muss dann in einem dieser Felder landen, also im Block. Auf dem Rest der Zeile oder Spalte fällt sie deshalb als Kandidat weg.

Kurz gesagt

  • Der Block liefert die Einschränkung, die Linie bekommt die Streichung.
  • Es wird keine Zahl gesetzt. Der Schritt räumt nur Kandidaten weg und macht damit den nächsten möglich.
  • Zwei oder drei Felder reichen — entscheidend ist, dass kein weiteres Feld des Blocks die Zahl noch tragen darf.

Ein Beispiel aus dem Rätselvorrat

Pointing: die 4 in Block 2 zeigt auf Spalte 6Rätsel pool-mittel-02#1, Stufe Mittel, nach 7 Lösungsschritten.

Fette Ziffern sind Vorgaben, die übrigen hat der Solver bis hierher gesetzt. Felder heißen rXcY: r4c9 ist Zeile 4, Spalte 9. Gezeichnet sind nur die Kandidaten der Ziffer 4. Hervorgehoben sind die Musterzellen, durchgestrichen die Kandidaten, die wegfallen.

Betrachtet wird Block 2. Die 4 ist dort nur noch in r1c6 und r2c6 möglich; alle übrigen Felder des Blocks sind belegt oder sehen die 4 bereits. Beide Felder liegen in Spalte 6.

Welches der beiden die 4 bekommt, ist offen — dass sie in Spalte 6 steht, dagegen nicht. Block 2 braucht die 4 genau einmal, und beide Kandidaten liegen auf dieser Linie.

Damit ist die 4 für den Rest von Spalte 6 erledigt: In r4c6, r5c6 und r6c6 fällt sie als Kandidat weg. Gesetzt wird nichts; der Schritt schafft nur Platz für den nächsten.

Wie man Pointing findet

Blockweise, nicht feldweise. Lohnend sind Blöcke mit wenigen freien Feldern; man geht die Ziffern durch, die dort noch fehlen. Für jede prüft man, welche Felder sie aufnehmen könnten. Liegen diese Felder in einer Reihe oder in einer Spalte, ist der Fund fertig. Die Technik lohnt besonders an Blöcken, deren freie Felder ohnehin dicht beieinander liegen.

Abgrenzung zum Claiming

Beide Techniken arbeiten an derselben Schnittmenge aus Block und Linie und heißen deshalb gleich. Beim Pointing schränkt der Block ein und die Linie verliert; Claiming ist der umgekehrte Weg. Wer eine Stellung absucht, prüft am besten beide Richtungen hintereinander, bevor er zu den Naked Pairs weitergeht.

Typischer Fehler

Die Kandidaten des Blocks streichen statt die der Linie. Im Block bleibt alles, wie es war — die Zahl steht ja dort. Wer sich die Richtung nicht merken kann, spricht den Fund laut aus: Der Block zeigt auf die Linie, also verliert die Linie.

Häufige Fragen zu Locked Candidates: Pointing

Was sind Locked Candidates beim Sudoku?

Locked Candidates sind Kandidaten einer Zahl, die auf die Schnittmenge aus einem Block und einer Zeile oder Spalte eingesperrt sind. Weil die Zahl diese Schnittmenge nicht verlassen kann, fällt sie in dem Teil der Einheit weg, der außerhalb der Schnittmenge liegt. Es gibt zwei Richtungen: Pointing und Claiming.

Was ist der Unterschied zwischen Pointing und Claiming?

Die Richtung. Beim Pointing liegen die Kandidaten eines Blocks alle auf einer Linie, und gestrichen wird auf dem Rest dieser Linie. Beim Claiming liegen die Kandidaten einer Linie alle in einem Block, und gestrichen wird im Rest dieses Blocks. Gesucht wird beide Male dieselbe Schnittmenge aus Block und Linie.

Wie erkennt man Pointing?

Man nimmt einen Block und geht ihn Ziffer für Ziffer durch. Für jede Ziffer prüft man, in welchen freien Feldern des Blocks sie noch möglich ist. Stehen diese Felder alle in einer Zeile oder alle in einer Spalte, ist die Ziffer eingesperrt und kann außerhalb des Blocks auf dieser Linie gestrichen werden.

Warum wird beim Pointing keine Zahl gesetzt?

Weil offenbleibt, welches der Felder im Block die Zahl bekommt. Bekannt ist nur, dass es eines von ihnen ist. Der Gewinn liegt außerhalb: Auf dem Rest der Linie ist die Zahl ausgeschlossen, und dort entsteht anschließend oft ein Hidden Single oder ein Naked Single.

Selbst ausprobieren

Das Rätsel pool-mittel-02#1 liegt im Vorrat der Stufe Mittel. Der Hinweis-Knopf im Spiel nennt die Technik, die als Nächstes greift, markiert auf Wunsch die beteiligten Felder und verlinkt hierher — so lässt sich das Muster an beliebig vielen Stellungen üben.