Anleitungen

Sudoku-Anleitungen

Wer an einem Sudoku scheitert, dem fehlt selten eine Technik — meistens fehlt die Reihenfolge. Diese vier Anleitungen beschreiben, in welcher Abfolge erfahrene Löser vorgehen, wie wenig sie dabei notieren und was sie tun, wenn das Gitter stillsteht. Was die einzelnen Techniken sind, steht nebenan unter Techniken.

Die Kurzfassung in fünf Schritten

  1. Ziffernrundgang. Die Ziffern 1 bis 9 der Reihe nach durch alle neun Blöcke verfolgen. Jeden Block markieren, in dem für eine Ziffer nur noch zwei Felder bleiben.
  2. Zweiter Durchgang. Nach den ersten Setzungen noch einmal von vorn: Was vorhin nicht ging, geht jetzt oft. Paare notieren, nach jedem Setzen Zeile, Spalte und Block prüfen.
  3. Eine Ziffer, viele Felder. Erst jetzt die fortgeschrittenen Techniken — und zwar die, die mit einer einzigen Ziffer arbeiten: X-Wing, Skyscraper, Two-String Kite.
  4. Ein Feld, zwei Ziffern. Danach die Techniken, die auf Feldern mit genau zwei Kandidaten aufsetzen: XY-Wing, W-Wing, Remote Pairs.
  5. Abräumen. Nach dem Durchbruch nicht neu suchen, sondern die eigenen Markierungen abarbeiten. Dort steht die Ernte schon vorbereitet.

Ausführlich mit Beispielen: Die optimale Lösungsreihenfolge.

Die vier Anleitungen

  • Die optimale Lösungsreihenfolge

    Fünf Schritte, immer in derselben Reihenfolge — vom Ziffernrundgang bis zum Abräumen. Wer sie einhält, sucht fortgeschrittene Techniken erst, wenn sie wirklich nötig sind.

  • Notation: erst die Ecken, dann die Mitte

    Wann Kandidaten notiert werden — und vor allem: wie wenige. Die Zwei-Felder-Regel für den Anfang, volle Notizen erst, wenn sie versiegt.

  • Wenn nichts mehr geht: schwere Sudoku knacken

    Zwei-Kandidaten-Zellen, schwere Häuser, konjugierte Paare, Färben — und die Frage, mit der man einem Rätsel ansieht, worauf es hinauswill.

  • Schneller lösen ohne zu hetzen

    Die Gewohnheiten, die im selben Lösungsweg Minuten sparen: Ziffern statt Felder scannen, nach jedem Setzen drei Einheiten prüfen, Markierungen ernten.

Warum Reihenfolge mehr bringt als Technikwissen

Ein Rätsel der Stufe sehr schwer braucht im Mittel zwei fortgeschrittene Schritte auf achtundfünfzig. Alle übrigen sind Singles und Locked Candidates — also genau das, was auch ein leichtes Sudoku verlangt. Selbst auf Experte sind noch 93 Prozent aller Lösungsschritte einfach. Wer beim ersten Stocken sofort nach einem Swordfish sucht, sucht ihn deshalb meistens in einer Stellung, in der er gar nicht vorkommt, und übersieht dabei die einfachen Setzungen, die noch offen lagen.

Die Zahlen sind über den mitgelieferten Rätselvorrat ausgezählt: 60 Rätsel, je zwölf pro Stufe, vom Solver Schritt für Schritt durchgespielt.

Die Reihenfolge dreht das um: Sie erschöpft erst das Billige und Häufige, bevor sie zum Teuren und Seltenen greift. Genau so arbeitet auch der Solver dieser Seite — er nimmt in jeder Stellung die erste Technik, die etwas bewirkt, und geht die Liste dabei von den günstigsten zu den teuersten durch. Ein Rätsel wird dadurch immer über den einfachsten Weg bewertet, den es zulässt, und der Hinweisknopf im Spiel nennt nie eine schwerere Technik als nötig.

Der zweite Grund ist Buchhaltung. Fast alle fortgeschrittenen Techniken setzen auf Kandidatennotizen auf — aber ein Gitter, in das man zu früh alle Kandidaten schreibt, ist unlesbar, und die Muster verstecken sich im Rauschen. Wie viel man wann notiert, entscheidet deshalb mit darüber, ob man das X-Wing überhaupt sieht. Das ist der Gegenstand der Notationsanleitung.

Alle Bretter auf diesen Seiten sind echte Stellungen

Kein Diagramm in diesen Anleitungen ist gezeichnet. Jedes ist eine Stellung aus dem mitgelieferten Rätselvorrat, die derselbe Solver abgespielt hat, der auch die Schwierigkeitsstufen vergibt und die Hinweise schreibt: Er löst das Rätsel Schritt für Schritt und hält genau in dem Moment an, in dem die beschriebene Technik greift. Unter jedem Diagramm steht der Seed des Rätsels und die Zahl der Schritte bis dorthin — damit ist die Stellung nachstellbar.

Das ist kein Selbstzweck. Ein von Hand gezeichnetes Beispiel ist eine Behauptung, die niemand prüft; findet der Solver das Muster an dieser Stelle eines Tages nicht mehr, bricht hier stattdessen der Build ab.

Woher die Methode stammt

Die Schrittfolge auf diesen Seiten ist nicht erfunden, sondern abgeschaut. Grundlage sind vier ausführliche Lösevideos, in denen erfahrene Löser ihr Vorgehen laut mitsprechen — zusammen gut eineinviertel Stunden, die für diese Anleitungen mit Untertiteln und Einzelbildern ausgewertet wurden. Bemerkenswert ist weniger, was die vier unterschiedlich machen, als was sie gleich machen: Alle vier beginnen mit dem Ziffernrundgang, alle vier notieren zunächst nur Zwei-Felder-Beschränkungen, und alle vier prüfen nach jeder Setzung Zeile, Spalte und Block, bevor sie weitersuchen.

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Übernommen wurde das Vorgehen, nicht das Material: Die Rätsel in diesen Videos stammen von ihren Setzern und tauchen hier nirgends auf. Alle Beispiele dieser Seite kommen aus dem eigenen Erzeuger.