Techniken · Stufe Sehr schwer · 140 Punkte

Swordfish

Ein Swordfish ist ein X-Wing mit drei Linien: In drei Zeilen hat eine Ziffer je nur zwei oder drei mögliche Felder, und diese Felder liegen zusammen in genau drei Spalten. Damit ist die Ziffer in diesen Spalten auf die drei Zeilen festgelegt und fällt dort in jedem anderen Feld weg. Zeilen und Spalten sind vertauschbar.

Kurz gesagt

  • Drei Zeilen, in denen die Ziffer nur zwei oder drei Plätze hat — und diese Plätze treffen zusammen genau drei Spalten.
  • In diesen drei Spalten fällt die Ziffer überall weg, wo sie nicht zum Muster gehört.
  • Auch die Form mit nur zwei Feldern je Zeile ist ein Swordfish, solange die drei Spalten erst im Zusammenspiel entstehen.
  • Dasselbe mit vertauschten Rollen: drei Spalten als Basis, drei Zeilen als Ziel.

Ein Beispiel aus dem Rätselvorrat

Swordfish: die 4 in Zeile 1, Zeile 6 und Zeile 9Rätsel pool-experte-12#141, Stufe Experte, nach 15 Lösungsschritten.

Fette Ziffern sind Vorgaben, die übrigen hat der Solver bis hierher gesetzt. Felder heißen rXcY: r4c9 ist Zeile 4, Spalte 9. Gezeichnet sind nur die Kandidaten der Ziffer 4. Hervorgehoben sind die Musterzellen, durchgestrichen die Kandidaten, die wegfallen.

Betrachtet wird nur die 4. In Zeile 1, Zeile 6 und Zeile 9 hat sie je genau zwei Felder, die sie noch aufnehmen können — Zeile 1: r1c8 und r1c9; Zeile 6: r6c6 und r6c9; Zeile 9: r9c6 und r9c8. Zusammen liegen alle diese Felder in nur drei Spalten, nämlich in Spalte 6, Spalte 8 und Spalte 9.

Jede der drei Zeilen muss die 4 irgendwo unterbringen, und jede kann das nur in einer dieser drei Spalten. Drei Zeilen beanspruchen damit drei Spalten vollständig: In jeder der drei Spalten steht die 4 in einer der drei Zeilen. Welche Zuordnung es am Ende wird, bleibt offen und wird auch nicht gebraucht.

Also verliert jedes andere Feld dieser drei Spalten die 4. Der Solver streicht die 4 in r5c6, r5c9 und r7c8. Die Musterfelder behalten sie: Unter ihnen wird die Zuordnung ja erst entschieden.

Wie man einen Swordfish findet

Ziffer für Ziffer, nicht Feld für Feld. Eine Ziffer wählen und für jede Zeile zählen, wie viele Felder sie noch aufnehmen könnten. Interessant sind nur Zeilen mit zwei oder drei Plätzen. Von diesen Zeilen je drei zusammen betrachten und die belegten Spalten notieren: Kommen drei Zeilen auf genau drei Spalten, ist das Muster da. Danach dasselbe mit vertauschten Rollen.

In der Praxis zählt nicht, wie oft eine Ziffer schon im Gitter steht, sondern wie wenige Plätze ihr in den einzelnen Zeilen geblieben sind. Gesucht sind drei Zeilen mit je zwei oder drei Plätzen — wie oben, wo die 4 in Zeile 1, Zeile 6 und Zeile 9 auf je zwei Felder eingeengt ist. Gezählt wird dabei immer nur eine Ziffer: Wer ihre Plätze über alle neun Zeilen notiert, sieht sofort, ob drei passende Zeilen dabei sind, und nimmt sich danach die nächste Ziffer vor.

Abgrenzung zu X-Wing und Jellyfish

Die drei gehören zur selben Familie und unterscheiden sich nur in der Anzahl der Linien: zwei beim X-Wing, drei beim Swordfish, vier beim Jellyfish. Wer einen Swordfish gefunden hat, sollte prüfen, ob nicht schon zwei seiner Zeilen dieselben zwei Spalten treffen: Dann ist es ein X-Wing, und die dritte Zeile trägt nichts bei.

Häufige Fragen zu Swordfish

Was ist ein Swordfish beim Sudoku?

Ein Muster aus drei Zeilen, in denen eine bestimmte Ziffer je nur zwei oder drei mögliche Felder hat. Liegen diese Felder zusammen in genau drei Spalten, dann besetzen die drei Zeilen diese drei Spalten unter sich. In den drei Spalten fällt die Ziffer deshalb aus jedem Feld weg, das nicht zum Muster gehört. Der Aufbau funktioniert ebenso mit drei Spalten als Ausgangspunkt.

Was ist der Unterschied zwischen Swordfish und X-Wing?

Nur die Größe. Beim X-Wing sind es zwei Zeilen mit je zwei Plätzen, die zwei Spalten treffen; beim Swordfish drei Zeilen mit je zwei oder drei Plätzen, die drei Spalten treffen. Das Argument ist in beiden Fällen dasselbe: So viele Zeilen brauchen so viele Spalten, also bleibt für die übrigen Felder dieser Spalten nichts übrig.

Muss jede Zeile eines Swordfish drei Kandidaten haben?

Nein. Zwei Plätze je Zeile genügen, und die meisten Swordfish sehen genau so aus. Entscheidend ist allein, dass die drei Zeilen zusammen genau drei verschiedene Spalten belegen. Hätte jede Zeile dieselben zwei Spalten, wäre es ein X-Wing und die dritte Zeile überflüssig.

Wann braucht man einen Swordfish?

Erst dann, wenn die billigeren Techniken nichts mehr hergeben — etwa Singles, Locked Candidates, Paare, Tripel, Remote Pairs, X-Wing und Skyscraper. Der Swordfish ist eine Technik für eine einzelne Ziffer und lohnt den Aufwand vor allem bei Ziffern, die im Gitter nur noch an wenigen Stellen möglich sind.

Selbst ausprobieren

Das Rätsel pool-experte-12#141 liegt im Vorrat der Stufe Experte. Der Hinweis-Knopf im Spiel nennt die Technik, die als Nächstes greift, markiert auf Wunsch die beteiligten Felder und verlinkt hierher — so lässt sich das Muster an beliebig vielen Stellungen üben.